Burg Kriebstein

Beschreibung der Burg Kriebstein

Bei der Burg Kriebstein handelt es sich um eine spätgotische Burg in der mittelsächsischen Gemeinde Kriebstein. Sie wurde im 14. Jahrhundert auf einem Felsmassiv über der Zschopau errichtet und kombiniert den Typus Turmburg (bei dem nur ein wesentlicher Turm auf gewachsenen Boden errichtet wird) mit dem Typus der Ringburg (bei der mindestens eine ovale, bzw. ringförmig geschlossene Schutzmauer um die Burg errichtet wurde).

Wohnturm

Der Wohnturm dominiert optisch das Gebäude. Er weist eine Kantenlänge von 22×12 Metern und eine Höhe von 45 Metern auf.

Geschichte

Die Burg diente im 14. Jahrhundert dem Ritter Dietrich von Beerwalde und seiner Familie als Herrschaftssitz.

Dietrich von Staupitz besetzt im Jahre 1415 die Burg Kriebstein (siehe Ritter Staupitz).

Im 15. Jahrhundert wurde die Burg im Auftrag ihres neuen Besitzers Hugold von Schleinitz weiter ausgebaut. Diesen baulichen Veränderungen, die vom Erbauer der Meißner Albrechtsburg durchgeführt wurden, verdankt die Burg größtenteils ihr heutiges Aussehen. Die Veränderungen, die im Auftrag der 30 weiteren Besitzer durchgeführt wurden, waren dagegen eher weniger prägend. Es wurden u. a. das Torhaus aufgestockt, die Zugbrücke entfernt und der Burggraben zugeschüttet.

Burg Kriebstein heute

Seit 1993 befindet sich die Burg im Besitz des Freistaates Sachsen. Seitdem wurde Burg Kriebstein dank Spenden aufwendig restauriert und ein großer Teil der Burg sowie das Museum, sind zu besichtigen. Des weiteren finden im alten Festsaal, als auch im Burghof Konzerte, mittelalterliche Events und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Es gibt wechselnde Ausstellungen zu besichtigen und es ist möglich Räumlichkeiten der Burg zu mieten. Am Hang der Burg, über welchem heute ein Aussichtspunkt liegt, wird Wein angebaut.

In der Umgebung der Burg Kriebstein liegen die Talsperre Kriebstein und das Rittergut Ehrenberg.