Heinz-Werner Höber

Heinz-Werner Höber war sehr erfolgreicher Kriminalautor, der 1990 die höchste Auszeichnung in diesem Genre, den Ehren-Glauser erhielt. Weltbekannt wurde er vor allem durch seine Mitautorenschaft der berühmten Jerry Cotton-Romane. Von den etwa 1.700 Cotton-Romanen schrieb Höber 352.

Er wurde 1931 in Bärenstien im Erzgebirge geboren, wuchs dann in Döbeln auf und wohnte mit seinen Eltern in der Bahnhofstraße 14. Seine Liebe zur Literatur entdeckte er vor allem durch die Karl-May-Romane. In seiner Jugend war er Statist am Stadttheater. 1945 wurde er mit gerade mal 14 Jahren das wohl jüngste SPD-Mitglied in Sachsen. Die sowjetische Besatzungsmacht sperrte ihn 14 Monate in das Internierungslager Mühlberg, bevor ihm eine abenteuerliche Flucht aus dem Keller des Döbelner Rathauses gelang.

Mit 17 Jahren setzte er sich dann, vermutlich mit der Hilfe eines russischen Offiziers mit dem er sich angefreundet hatte, nach Westdeutschland ab. Ab 1955 schuf er beim Bastei-Verlag die grundlegende Struktur für die Cotton-Reihe. Besonders durch seine detailtreue Beschreibung von Örtlichkeiten und der Polizeiarbeit prägte er das Bild der Jerry-Cotton-Hefte.

Heinz-Werner Höber verstarb am 15. Mai 1996 in Berlin an Lungenkrebs.