Jacobikirche

Bis ins Jahr 1523 besaß Döbeln schon einmal eine Jacobikirche. Diese stand über drei Jahrhunderte hinweg auf dem Neumarkt. Nach dem großen Stadtbrand, dem auch die Jacobikirche zum Opfer fiel, wurde sie nicht wieder aufgebaut und über 380 Jahre gab es in Döbeln nur eine einzige Kirche, die Pfarrkirche St. Nicolai auf dem Obermarkt.

Mit der wachsenden Bevölkerungszahl in Döbeln brauchte die evangelische Gemeinde dringend eine weitere Kirche. Am 6. Juli 1903 wurde der erste Spatenstich auf dem Baugelände vor dem Pferdebahndepot in der Bahnhofstraße gemacht. Schon im September 1904 konnte die nach den Plänen des Döbelner Stadtbaumeisters Richter gebaute Kirche geweiht werden und zur Erinnerung an die alte Jacobikirche auf dem Neumarkt erhielt sie deren Namen.

Nachdem die zweite Jacobikirche Döbelns aus baulichen Gründen über 20 Jahre nur teilweise genutzt werden konnte und elf Jahre ganz geschlossen blieb, kam es in den Jahren 1990 bis 1997 zu einer gründlichen Erneuerung. Das Rauminnere der Jacobikirche wurde im Zuge der Baumaßnahmen neu aufgeteilt, so dass heute eine Mehrfachnutzung auch für Konzerte und Ausstellungen möglich ist. Wertvolle künstlerische Details, wie die Fenster im Jugendstil, ein Steinmosaik im Portalbereich und noch einige andere Schmuckstücke gibt es beim Besuch der Jacobikirche zu entdecken und es lohnt sich auf jeden Fall, sie bei einem Stadtrundgang zu besuchen.

Homepage der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Döbeln.