Johann Friedrich Ferdinand Wappenhensch

Johann Friedrich Ferdinand Wappenhensch war ein Ehrenbürger der Stadt Döbeln und Träger des Ritterkreuzes. Er wirkte als Justitiar, Gerichtsdirektor und Hospitalverwalter des St. Georgen-Hospitals.

Wappenhensch wurde am 13.03.1787 in Zerbst geboren. Er studierte von 1806 bis 1809 in Leipzig Rechtswissenschaften. Am 19. Dezember 1810 erhielt er die Zulassung als Notar und Advokat. 1814 heiratete er die aus Mittweida stammende Minna Schwabe, die jedoch kurz darauf verstarb.

Irgendwann vor 1830 lies er sich als Justiziar in Döbeln nieder. Urkundlich belegt ist, dass er zum 1. Juni 1830 die Gerichtsverwaltung für das Hospitial St. Georgen übernahm. Von 1840 bis 1851 war er Justiziar des „Königlichen Gerichts St. Georgen“.

Außerdem war er zwischen 1830 und 1856 als Gerichtsverwalter für diverse Patrimonialgerichte in der Umgebung täglich, so zum Beispiel für Arnsdorf, Hahnefeld, Hermsdorf (bei Döbeln), Leschen (bei Meißen), Naußlitz, Obersteinbach, Schweta, Stauchitz, Stösitz und Zunschwitz.

Am 4. April 1833 erhielt er als Erster überhaupt das Ehrenbürgerrecht der Stadt Döbeln.

Johann Friedrich Wappenhensch verstarb ab 19. Juni 1869. Da er keine Kinder hatte und seine Frau tot war, vermachte er seinen gesamten Nachlass (inklusive seiner Büchersammlung) der Stadt Döbeln – mit der Maßgabe, eine „Erziehungsanstalt für arme, verwaiste Kinder“ auf seinem Grundbesitz zu erreichen (siehe auch: Wappenhenschstiftung).

Außerdem verfügte er, an seinem Lieblingsort Sein Grab liegt hinter dem großen Gebäude im Wappenhenschstift unter drei alten Robinien.