Kino

Kinos in Döbeln

Derzeit gibt es in Döbeln nur ein Kino, das Cinema Döbeln.
Das aktuelle Kinoprogramm findet sich hier.

Geschichte

Überblick

Das erste Kino in Döbeln wurde am 15. Dezember 1907 als Theater lebender Photographien auf dem Obermarkt 20 eröffnet.

Zu DDR-Zeiten befand sich das Kino an heutigen Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße / Niedermarkt.

Ca. 10 Jahre nach der Wende wurde ein neues, modernes Kino-Gebäude in der Burgstraße eröffnet. Dieses wurde jedoch kurz nach der Eröffnung durch das Hochwasser 2002 zerstört. Es wurde wieder renoviert und firmierte dann viele Jahre unter den Namen CiD – Cinema in Döbeln. Heute wird das Cinema Döbeln von der Bofimax-Gruppe betrieben.

Ausführliche Geschichte der Kinos in Döbeln

Das Cinema Döbeln mit seinen 625 Sitzplätzen in vier Kinosälen blickt auf eine lange Kinogeschichte in Döbeln zurück.

Am 6. Januar 1898 wurde im Gasthof Zschackwitz der erste Film in Döbeln gezeigt. Mit einem bereits mit elektrischem Strom betriebenen Kinematografen, einer technischen Neuheit ersten Grades, veranstaltete die Döbelner Edison-Gesellschaft von jetzt an alle acht Wochen eine Filmvorführung. Döbeln selbst war damals noch nicht elektrifiziert, der Wirt des Gasthauses erzeugte mit einer Windturbine aber seinen eigenen Strom.

Nachdem seit 1905 die ganze Stadt windunabhängig mit Elektrizität versorgt werden konnte, entstand 1907 in der windstillen Innenstadt ein erstes Kino, der „Kinosalon“ im Obermarkt 20. 1911 wurde zusätzlich das Lichtspielhaus „Colloseum“ in der Ritterstraße 6 eröffnet und im eher privaten Rahmen wurden in der Frontstraße in Meyers Hof ebenfalls Filme gezeigt.

Kinovorführungen waren in dieser Zeit von vielen technischen Pannen begleitet und es konnten nur kurze Episoden gezeigt werden, da die ersten Filme kaum länger waren als 15 Meter. Trotz dieser Begleiterscheinungen und trotz schlechter Filmqualität war das Interesse der Döbelner Bürger an den Vorführungen sehr groß.

1912 eröffnete das dritte und größte Kino in Döbeln, das Central-Theater in der Bahnhofstraße mit 364 Plätzen, die 1923 auf 534 Sitzplätze erweitert wurden. Und nicht genug, 1929 eröffnete im Hotel Goldene Sonne das Metropol-Theater.

Inzwischen boten die Filme bereits geschlossene, aber noch stumme Handlungen an, die ein Erzähler während der Vorstellung erklärte. Mit der Erfindung von Untertiteln im Film, wurde der Erzähler durch den Klavierspieler ersetzt, 1930 kamen die ersten Tonfilme in die Kinos und der Bedarf an Sitzplätzen stieg erneut.

Am 27. August 1937 wurde in Döbeln das neu erbaute Capitol eröffnet, das immerhin bereits 651 Sitzplätze zur Verfügung hatte. Schon zwei Monate später war der Umbau des Central-Theaters beendet, das nun mit 578 Plätzen ebenfalls in Betrieb genommen wurde.

Die vier Döbelner Kinos waren immer gut besucht und 1960 wurde zusätzlich eine Freilichtbühne im Bürgergarten eingerichtet.

Mit der Entwicklung der Filmtechnik und der Einführung der Breitwandfilme wurden auf Kosten der Sitzplätze die Bühnen und Leinwände vergrößert. Da sich aber parallel das Fernsehen als Heimkino immer größerer Beliebtheit erfreute, sanken die Besucherzahlen der Kinos und die Plätze reichten trotz ihrer Reduzierung weiterhin völlig aus.

Im Lauf der Jahre mussten die Döbelner Kinos schließen, weil die Konkurrenz des Fernsehens zu groß wurde. Zuletzt wurde das Capitol in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts geschlossen, bald darauf aber mit jugendlicher Stammkundschaft wieder eröffnet.

Nachdem durch die immer bessere Filmtechnik das Interesse an Kinovorführungen wieder angestiegen war, eröffnete am 10. Dezember 1998 das CiD seine Tore in Döbeln, das nicht nur eine kulturelle Bereicherung der Stadt, sondern auch einen Anziehungspunkt für Gäste aus nah und fern darstellte. Beim Hochwasser 2002 wurde das Kinogebäude überspült und musste vollständig renoviert werden.
Nach der Übernahme durch Bofimax wurde das CiD in Cinema Döbeln umbenannt, unter diesem Namen ist es heute das einzige Kino in der Stadt.