Kriegsflüchtlinge

Flüchtlinge des 2. Weltkrieges in Döbeln

Wie in vielen anderen Städten wurden auch in Döbeln in den letzten Monaten des 2. Weltkrieges und nach Kriegsende Flüchtlinge untergebracht, die später weiterzogen oder sich hier niederliessen und integrierten.

Sammellager

Im Greinerlager waren vorrangig ältere Menschen (über 60 Jahren) untergebracht. Unterkunft und Verpflegen waren kostenfrei. Das Lager wurde bei Inspektionen gelobt und machte einen guten und sauberen Eindruck.

Das Lager Zeppelin-Baracke wurde als überbefüllt und die Räume als unfreundliche beschrieben.

Noch schlimmer („erschütternd“) beschrieb die Kommission der Hauptabteilung Umsiedler der Landesregierung Sachsen die Lage im Lager Hotel Stadt Dresden. Geschlafen werden musste auf dem nackten Boden in den großen Sälen. Waschmöglichkeiten waren nicht vorhanden.

Quelle: Die Vertriebenen in der SBZ/DDR: Massentransfer, Wohnen, Arbeit, 1946-1949 von Steffi Kaltenborn