Lenin-Schule

Die Polytechnische Oberschule Wladimir Iljitsch Lenin war zu DDR-Zeiten eine Schule im Stadtteil Döbeln-Ost II. Sie wurde in den 1970er Jahren im Zuge des Aufbau des Wohngebietes Döbeln-Ost II errichtet und 1977 eröffnet.

DDR-Zeit

Zu DDR-Zeiten wurden an der Schule alle Jahrgänge von Klasse 1 bis Klasse 10 unterrichtet.
Die Schule war für die damalige Zeit sehr modern eingerichtet, verfügte über Fachkabinette für Physik, Chemnie, Biologie, Musik und Kunsterziehung. Der Schulhof wurde für Apelle genutzt, auf ihm befand sich auch ein kleines Lenin-Denkmal. Im zur Dresdner Straße hin gelegenen Teil befand sich ein Schulgarten und ein kleiner Spielplatz. Das Schulgelände war vollständig umzäunt, es gab Tore Richtung Piek-Schule und zur Leninstraße.

Für die Leninschule wurde auch eine neue Turnhalle (Ecke Dresdner Straße / Unnaer Straße) außerhalb des eigentlichen Schulgeländes errichtet. Der Speisesaal wurde gemeinsam mit der Wilhelm-Piek-Schule genutzt.

Nach-Wende-Zeit

In der Wendezeit war die Schule Schauplatz einer kleinen Anekdote. Gegen Anfang 1990 wurde angeblich in die Schule eingebrochen und randaliert, unter anderem wurden alle Feuerlöscher versprüht. Die Gerüchteküche in Döbeln-Ost schob diesen Vorfall der Staatssicherheit in die Schuhe, die angeblich Angst und Unsicherheit vor den bevorstehenden politischen Veränderungen verbreiten wollte.

Im Zuge der Umwandlung des Schulsystem wurde die Leninschule zu einer Außenstelle des Lessing-Gymnasiums und wurde nur noch bis 1996 betrieben. Seit dem steht das Schulgebäude leer und verfällt.