Metall- und Lackwarenfabrik Johannes Großfuß

Der Industrielle Johannes Großfuß gründete im Jahr 1869 in Döbeln das Unternehmen Metall- und Lackwarenfabrik Johannes Großfuß. Der Unternehmenssitz war anfangs in der Sörmitzer Straße und wurde 1884 auf den „Burgstadel“ auf der Kleinbauchlitzer Straße (heute ungefähr Grimmarische Straße) verlegt. Das Hauptprodukt waren Bleche und Blechwaren, ab dem 20. Jahrhundert dann „fein lackierte Wirtschaftsartikel“ wie z. B. Vogelkäfige, Ofenschirme, Kohlekästen, Küchengeräte, Waschtische, etc.

Ab 1914 führte Johannes Großfuß das Unternehmen gemeinsam mit seinem Sohn Curt Großfuß.

Von 1937 bis zum Ende des 2. Weltkriegs wurde das Unternehmen zum Rüstungsbetrieb. Im Auftrag des Heereswaffenamt wurde das Maschinengewehr MG34 weiterentwickelt und produziert. Der Ingenieur Werner Gruner entwickelte das Modell 39/41 und später das MG42, welches auch von der Firma hergestellt wurde.

Eigens für die Herstellung der Maschinengewehre wurde auf dem späteren DBM-Gelände ein neuer Produktionskomplex errichtet, bekannt durch den Rotunda-Bau.

Das Unternehmen wurde nach Kriegsende zum Großteil demontiert und am 1. Juli 1948 in den  VEB Metallbau Döbeln überführt, der dann als Werk II in das Kombinat DBM überging.

Quellen: