Notgeld

Wie überall in Deutschland wurde in den Jahren 1914 bis 1923 Notgeld in verschiedensten Formen in Umlauf gebracht. Dabei gab es in der Hochinflation drei Hauptarten:

  • das Notgeld des Offiziersgefangenlagers im 1. Weltkrieg
  • das Sammlernotgeld(Ritter Staupitz-Serie) und
  • das Döbelner Stadtnotgeld


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Notgeld des Gefangenen-Lagers

Gefangengeld-DoebelnDas Lagergeld des Offiziers-Gefangenenlagers Döbeln gab es als Münzen zu 1, 2, 5 und 10 Pfennig. Diese waren aus einfachen Eisenblech geprägt. Die Geldscheine hatten die Nominale 50 Pfennig, 1 Mark,2 Mark, 5 Mark und 10 Mark. Die Ausgabe erfolgte am 1.12.1917.

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Ritter-Staupitz-Notgeld

StaupitzgeldDas Ritter-Staupitz-Geld wurde als Notgeld der Stadt Döbeln am 1. September 1921 ausgegeben. Die Serie besteht aus 8 Scheinen, welche auf der Rückseite die Ritter Staupitz Sage darstellt. Entworfen wurde diese Serie vom Dresdner Künstler Georg Schleinitz. Insgesamt wurden 76.000 Serien, also 608.000 Scheine in der Ratsdruckerei Dulce in der sächsischen Stadt Glauchau gedruckt. Die Scheine hatten jeweils einen Nennwert von 50 Pfennig.

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Stadtnotgeld

Stadtnotgeld-doebelnIn den Jahren 1922/1923 erhielt die Stadt die Genehmigung zum Druck eigener Notgeldscheine.
Diese wurden in den Nominalen 500 Mark, 1 Million Mark, 10 Millionen Mark, 5 Milliarden Mark, 10 Milliarden Mark sowie 50 Milliarden Mark ausgegeben.

Per 31. Dezember 1923 wurden alle Notgeldscheine als öffentliches Zahlungsmittel außer Verkehr gesetzt.


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Notgeld der Amtshauptmannschaft

Notgeld-Amtshauptmannschaft-DoebelnNach dem ersten Weltkrieg gab es auch Notgeld des Bezirksverbandes der königlichen Amtshauptmannschaft Döbeln in Scheinen zu 50 Pfennig sowie zu 5 Mark und 20 Mark.

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Dokumentation

Ausführlich beschreibt Rolf Nebel in der 2009 vom Stadtmuseum herausgegebenen Dokumentation „Notgeld-Geldnot“ die Geschichte Döbelner Notgeldes.