News der Woche: Masern in der Region Döbeln

Interesse an Kaninchenzucht schwindet

Weiches Fell und große Ohren – Rassekaninchen sind gerade zu Ostern gefragt. Leider interessieren sich immer weniger Sachsen für die Zucht der Tiere. Dies geht zumindest aus einer Mitteilung des Landesverbands Sächsischer Rassekaninchenzüchter in Döbeln hervor. Demnach sei die Zahl der Mitglieder, denen die Zucht der Rassekaninchen besonders am Herzen liegt, innerhalb von circa zwei Jahren deutlich gesunken. 2012 waren noch 8.400 Mitglieder aktiv.

Zu Jahresbeginn habe man nur noch 7.750 Mitglieder verzeichnen können. Das Problem sieht der Verband aber nicht allein in den Abgängen. Auch im Hinblick auf das Alter der Mitglieder entwickelt sich ein besorgniserregender Trend, die Züchter werden zunehmend älter. Über die Gründe kann letztlich nur spekuliert werden. Aber die Zucht der Rassekaninchen ist ein Hobby, das mit hohem Zeitaufwand und finanziellen Belastungen verbunden ist. Herausforderungen, die heute nicht mehr jeder übernehmen will.

Masern: Krankheitsfall in der Region Döbeln

In den vergangenen Wochen ist es rund um Döbeln hinsichtlich der Masern relativ ruhig geblieben. Das Gesundheitsamt wollte dennoch keine Entwarnung geben. Zurecht, wie sich jetzt herausgestellt hat. Presseberichten zufolge ist in der Region Döbeln nun scheinbar doch noch die gefürchtete Infektionskrankheit in Erscheinung getreten.

Eine entsprechende Meldung erreichte das zuständige Gesundheitsamt bereits in der vergangenen Woche. Zur Identität des kleinen Patienten und dessen Alter ließ man allerdings keine weiteren Informationen nach außen dringen. Die Aussage, dass das Kind eine Schule außerhalb des Landkreises Mittelsachsen besucht, lässt zumindest Schätzungen zu.

Um die Erkrankung sich nicht weiter ausbreiten zu lassen bzw. die weitere Entwicklung im Auge zu behalten, werden die Kontaktpersonen untersucht. Masern gelten hierzulande als Kinderkrankheit, können bei fehlendem Impfschutz aber auch Erwachsene treffen und zu Komplikationen führen. Ärzte raten daher zu einer Prüfung des Impfstatus. In Sachsen sind dieses Jahr bereits fast 90 Erkrankungen bekannt geworden.

Geldstrafe: 800 Euro für Bombendrohung

Die Unterbringung von Asylbewerbern erhitzt seit Wochen die Gemüter. Einem Frankenberger hat das Thema jetzt eine Geldstrafe in Höhe von 800 Euro (40 Tagessätze zu je 20 Euro) eingebracht. Die Vorgeschichte: Der 58-Jährige soll Mitte September dem Polizeirevier Mittweida telefonisch mitgeteilt haben, dass er im Besitz von zwei Kilogramm Sprengstoff sei – er wolle damit das Asylbewerberheim Mobendorf sprengen.

Als die Polizei eintraf, fand man weder Zünder noch Sprengmittel – aber den alkoholisierten Frankenberger. Als Grund für seinen „Telefonstreich“ gab er den Ärger über einen vermeintlichen Wohnungseinbruch an. Darüber hinaus soll der 58-Jährige Hausbewohner bedroht haben. Aufgrund seiner Alkoholkrankheit erkannte das Amtsgericht Döbeln dem Beklagten eine verminderte Schuldfähigkeit zu – und verurteilte ihn zu 800 Euro Geldstrafe.

Sturmtief „Niklas“ hinterlässt Spuren

In dieser Woche hat das Sturmtief Niklas in der Region das Wetter maßgeblich mitbestimmt. Auch in Döbeln waren die Auswirkungen der Wetterlage spürbar. Besonderen Belastungen waren die Rettungskräfte von Feuerwehr und Polizei ausgesetzt. Gerade im Landkreis Mittelsachen dürfte sich das Einsatzgeschehen als angespannt beschreiben lassen.

Durch Böen kam unter anderem auf der B 169 südlich Döbeln ein LKW von der Straße ab, durch die Bergung blieb die Straße über Stunden gesperrt. Zudem sorgten umgestürzte Bäume für Arbeit in der Region um Döbeln und dem Landkreis. Obwohl sich die Lage wettertechnisch inzwischen etwas entspannt hat, ist trotzdem Vorsicht geboten – gerade in den Wäldern. Als Folge des Sturmtiefs ist der Bestand hier in Mitleidenschaft gezogen und es können noch Bäume umstürzen.

 

 

 

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