News der Woche: Illegales Feuerwerk in Döbeln, Stadtfest ein Erfolg

Unwetter mit Stromausfall und Wasserfontäne

Am vergangenen Wochenende hat das Wetter für einige Verwirrung rund um Döbeln gesorgt. Nach einem eigentlich relativ angenehmen Start in den Sonnabend sorgten die Gewitter für einige Probleme. Besonders rund um den Autohof Döbeln Nord ging über Stunden nichts mehr. Der Grund: Durch einen Blitz kam es zu Störungen in der Stromversorgung.

Nachdem der Blitz in eine Freileitung eingeschlagen hatte, blieben der „Sächsischen Zeitung“ zufolge circa 1.200 Haushalte ohne Strom. Davon betroffen waren aber nicht nur private Stromkunden. Auch Gewerbekunden mussten am Sonnabend über mehrere Stunden ohne elektrische Energie auskommen. Der Stromversorger konnte die Belieferung allerdings innerhalb kurzer Zeit wiederherstellen.

Verblüfft dürften Sonnabend gegen Abend Anwohner der Muldenaue bei Westewitz. Hier hatte nicht der Blitz zugeschlagen, sondern ein ganz anderes Phänomen. Plötzlich war in der Muldenaue eine fast zwei Dutzend Meter hohe Wasserfontäne zu sehen. Allerdings hatte sich unweit von Döbeln keine neue Quelle oder ein Geysir aufgetan. Schuld war ein defektes Ventil in der Trinkwasserleitung der Oewa Wasser und Abwasser GmbH, das dem Druck aufgrund von Materialermüdung nicht mehr standgehalten hat. Hier waren einige Haushalte bis Sonntagmorgen von der Wasserversorgung abgeschnitten.

Hochwasserschutz hat mit vielen Herausforderungen zu kämpfen

Döbeln ist durch die Hochwässer der Jahre 2002 und 2013 erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Die besondere Lage der Stadt hat beide Male dazu geführt, dass Teile der Innenstadt von der Mulde geflutet wurden sind. Umso dringender machen die Ereignisse deutlich, wie wichtig der Hochwasserschutz in Döbeln ist.

Und wie Anwohner jeden Tag erleben, wird in Döbeln auch kräftig gebaut. Flutmulde und Schlossbergwehr sind zwei der Bauabschnitte, an denen derzeit gearbeitet wird. Allerdings sind nicht alle Döbelner mit den geplanten Maßnahmen glücklich.

In einigen Fällen haben Betroffene der Baumaßnahmen sogar Gerichtsverfahren angestrengt. Dabei ist nicht so sehr die Tatsache der Klage an sich verblüffend, sondern die Verfahrensdauer. In einem Fall zieht sich das Ganze inzwischen seit vier Jahren hin. Und bislang ist ein Ende erst in einigen Monaten in Sicht. Das Problem: Sobald der Hochwasserschutz Lücken hat, ist er von eher zweifelhaftem Wert. Trotzdem zeigen sich die Verantwortlichen optimistisch – und bauen vorerst an anderer Stelle weiter. Wenn die Bauarbeiten abgeschlossen sind, hat der Hochwasserschutz in Döbeln mehr als 50 Millionen Euro gekostet.

Stadtfest wieder ein voller Erfolg

Am 12. Juni war es soweit – in Döbeln durfte wieder gefeiert werden. Und auch dieses Jahr war das Stadtfest wieder ein Besuchermagnet. Kein Wunder war doch für die ganze Familie etwas dabei. Neben viel Spaß und Spiel für die Kleinen – unter anderem auf dem Gelände der Stadtwerke Döbeln GmbH – kamen auch die Erwachsenen auf ihre Kosten.

Dabei ging es nicht nur um kulinarische Genüsse. Das diesjährige Stadtfest hat die eine oder andere Premiere erlebt – wie das Döbelner Kulturfrühstück Open Air. Veranstaltet unter anderem vom Mittelsächsischen Theater und dem Bund der Selbständigen Döbeln, sind sich die Initiatoren sicher, dass es nicht die erste und letzte Ausgabe gewesen sein wird.

Aber auch für alle anderen Beteiligten, Organisatoren und Helfer was das Stadtfest 2015 ein Event, auf das man sicher gern zurückblickt. Und nachdem man mit viel Energie an die Planungen für die nächste Ausgabe herangehen wird.

Illegale Böller schrecken Döbelner auf

Eigentlich ist ein Feuerwerk – gerade zum Abschluss einer größeren Veranstaltung – etwas Besonderes. Das Spiel der Farben lässt sich zu einem ganz eigenen Stil kombinieren. Was seit einiger Zeit allerdings Anwohner in Döbeln erleben, sorgt für Frust. Wie aus dem Nichts zerreißt ein lautes Krachen die abendliche Stille.

Erst kürzlich wurde die Innenstadt von einer so lauten Explosion erschüttert, dass der Knall mehrere Straßenzüge weit zu hören war. Laut „Sächsischer Zeitung“ geht man beim Ordnungsamt der Stadt davon aus, dass hier sogenannte Kugelbomben gezündet werden. Dabei handelt es sich um illegale Knallkörper, die nicht nur durch den Explosionsdruck gefährlich werden können. Teile der Kugelbomben werden wie ein Geschoss beschleunigt.

Daher droht man den Verantwortlichen bereits mit hohen Strafen. Wer unbedingt ein Feuerwerk abseits des Jahreswechsels zünden will, kann dies mit Genehmigung der Stadt ganz legal tun.

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