News der Woche: 28.000 Euro von Musiklehrer geraubt

Unwetterschäden beschäftigen Döbelner Feuerwehr

2015 ist zumindest in meteorlogischer Hinsicht ein rekordverdächtiges Jahr. Allerdings weniger im positiven Sinn. Der Juni 2015 wird als bisher heißester Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnung in die Geschichte eingehen. Und auch im Hinblick auf die Unwetterstatistik kann sich dieser Sommer sehen lassen.

Am Sonntag war es wieder soweit: In der hochsommerlichen Wetterlage haben sich Gewitter zusammengebraut, welche die Feuerwehr Döbeln auf den Plan riefen – und zwar gleich mehrfach. Umgestürzte Bäume im Bereich Geyersberg oder Waldheimer Straße mussten beseitigt werden.

Und auch an anderen Stellen waren die Kameraden der Feuerwehr gefragt. Ob es der letzte Einsatz aufgrund eines Hitzeunwetters war, wird sich zeigen. Ganz so gravierend wie in Weißwasser oder in der Region rund um den Flughafen Dresden waren die Schäden allerdings nicht. Hier wurde teilweise Dächer abgedeckt.

Umgestaltung der Kriegsopfergräber muss warten

Die Zeit zwischen NSDAP-Machtergreifung und Zusammenbruch des NS-Regimes hat in fast jeder Stadt Mitteldeutschlands ihre Spuren hinterlassen. Neben mehr oder minder bekannten Konzentrationslagern und deren Außenlagern sind es Denkmäler und Grabmäler für Kriegsopfer. In Döbeln findet man diese Spuren an mehreren Stellen – wie den Mitte der 1980er Jahre geschlossenen Oberfriedhof oder das Grabmal am Krematorium.

Die angedachte Umgestaltung einiger Objekte wird wohl laut „Sächsischer Zeitung“ noch warten müssen. Döbeln, das für die Erhaltung und Pflege verantwortlich ist, möchte zum Beispiel auf dem ehemaligen Oberfriedhof die Holzkreuze ersetzen.

Das hierfür nötige Geld hat die Stadt zwar bei der Landesdirektion Chemnitz. Da man aber auf einer Warteliste stehe, ist ein Zeitpunkt für die Neugestaltung unklar. Eines steht allerdings fest: Für das Jahr 2015 rechnet man bei der Stadt nicht mehr mit einer Umsetzung der geplanten Maßnahme – den Austausch der Kreuze gegen Grabplatten.

Ehemaliger Musiklehrer verliert Instrumente im Wert von 28.000 Euro

Auf diese Erfahrung hätte ein Musiklehrer der Döbelner Musikschule und ehemalige Konzertmeister am Theater sicher verzichten können. Presseberichten zufolge – unter anderem in der „Freien Presse“ – verlor der 84 Jahre alte Musiklehrer durch einen Betrüger Sachwerte im Gesamtwert von 28.000 Euro.

Darunter waren – neben Schmuck und Münzen – auch zwei wertvolle Geigen. Seinen Lauf nahm die Geschichte in Döbeln – genauer gesagt auf der Waldheimer Straße. Hier sprach ein Unbekannter den 84-Jährigen an. Er habe wissen wollen, ob der Musiklehrer antike Möbel oder Instrumente zu verkaufen habe.

Nach einem Gespräch, in dessen Verlauf der Unbekannte das Vertrauen des 84-Jährigen gewann, traf man sich zuerst in der Döbelner Wohnung und anschließend ein weiteres Mal in Chemnitz. Hier zeigte der Musiklehrer dem Unbekannten letztlich das Beutegut, mit dem dieser in einem Moment der Unaufmerksamkeit verschwand. Für den 84-Jährigen steht nicht nur der materielle Schaden im Raum, sondern auch der emotionale Verlust. (Hinweise nehmen Polizeidienststellen bzw. die Kriminalpolizei Chemnitz unter 0371-3873445 entgegen).

Pferdebahnverein: Wann kommt der Restaurantwagen

Die Döbelner Pferdebahn gehört zu den Highlights der Stadt. Mit viel Mühe wieder zum Leben erweckt, ist seit Jahren ein Wagen aus Meißen auf Schienen unterwegs. Dabei besitzt der Pferdebahnverein noch einen zweiten Wagen. Diesem sieht man seine Funktion allerdings derzeit nur mit geübten Auge an.

Wenn es nach dem Verein geht, soll sich daran schon bald etwas ändern. Denn der unrestaurierte Wagen soll endlich aus seinem Dornröschenschlaf erweckt werden. Laut Pferdebahnverein ist eine Restaurierung als Restaurantwagen geplant. Das Problem: Wann es soweit ist, kann niemand genau sagen.

Schließlich gehen die Vereinsmitglieder der Pflege der Pferdebahn in ihrer Freizeit nach. Es wäre daher laut „Sächsischer Zeitung“ wünschenswert, wenn sich noch die eine oder andere helfende Hand zur Mitarbeit bereit erklärt – besonders, wenn diese eine gewisse Fachkunde mitbringen kann.

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