News der Woche: Route der Industriekultur in Döbeln

Startschuss für neues Döbelner Gewerbegebiet Süd

Döbeln ist in vielerlei Hinsicht ein Anziehungspunkt. Viele Einzelhändler beleben die Innenstadt und dank dem Mittelsächsischen Theater hat auch die Kultur ihren Platz in Döbeln. Wirtschaftlich darf sich die Stadt auf eine baldige Verbesserung ihrer Attraktivität freuen. Wie die „Sächsische Zeitung“ berichtet, ist am Montag der Startschuss für den Ausbau des Gewerbegebiets Süd gefallen.

Das Gebiet liegt trotz des Namens eher im Westen als im Süden von Döbeln, nämlich am Stockhausener Weg. Es wird eine Fläche von 47.000 Quadratmetern umfassen.

Bisher bliebt die Industriebrache an der B169 ungenutzt, um die Möbelwerke und Betonmischanlage war es eher still geworden. Daran wird sich nun etwas ändern. Nach der entscheidenden Sitzung des Stadtrats beginnt das Unternehmen Becker Umweltdienste GmbH Freiberg mit dem geplanten Abbruch der vorhandenen Gebäude und beräumt das Gelände.

Auf diesem lagert bereits Schutt, der vor seinem Abtransport erst noch sortiert werden muss. Ein weiterer Kraftakt wird das Einebnen der Fläche sein. Anschließend ist die Erschließung und der infrastrukturelle Ausbau des neuen Gewerbegebiets geplant. Damit ist allerdings erst im kommenden Jahr zu rechnen. Und bis dahin wird das Gewerbegebiet Süd sicher einige hunderttausend Euro gekostet haben.

Route der sächsischen Industriekultur auch in Döbeln

Der Freistaat Sachsen ist bekannt für Schlösser wie Moritzburg, das barocke Dresden oder eine Dampfschifffahrt durch´s Elbtal. Jetzt kommt eine Attraktion hinzu. Dabei geht es aber nicht um barocke Juwelen oder Geschmeide wie im Grünen Gewölbe.

Mit der Route der sächsischen Industriekultur will Sachsen seine Industriegeschichte erlebbar machen. Schließlich ist der Freistaat nicht nur eine Kulturlandschaft. Auch Industrie und Erfindergeist haben Sachsen geprägt.

Diese Attribute findet man auch in Döbeln – in Form der Pferdebahn. Und genau diese hat es in die Attraktionen der Route der sächsischen Industriekultur geschafft. Damit gehört die Pferdebahn zu insgesamt 51 Industrieobjekten und Denkmälern, die Sachsens Technikgeschichte erzählen und neben dem Bergbau sich auch um Textilindustrie, Maschinen- und Fahrzeugbau drehen.

Schmiererei an Flutmauer kostet hunderte Euro

Kunst oder Schmiererei – über den Wert der sichtbaren Zeichen, die Sprayer im Alltag hinterlassen, lässt sich streiten. Für die Stadtverwaltung sind die Hinterlassenschaften der Sprayer aber auf jeden Fall ein Ärgernis. Gerade dann, wenn kommunale Gebäude zum Ziel der Schmiererei werden – wie jetzt die Hochwasserschutzanlage im Bereich der Ritterstraße.

Auf ganze 35 Meter haben laut „Sächsischer Zeitung“ Sprayer ihre Graffiti hinterlassen. Diese werden durch ein Unternehmen aus Leipzig entfernt, was Döbeln mehrere hundert Euro kosten wird. Damit sind die Probleme allerdings nicht aus der Welt geschafft. Auch in Döbeln tauchen an Brücken, Mauern und anderen Gebäuden regelmäßig Graffiti auf.

Wer für die Graffiti an der Flutmauer verantwortlich ist, darüber habt die Stadt aktuell keine Informationen.

Döbeln verkauft Grundstück an Diakonie

Die Diakonie Döbeln engagiert sich mit vielen sozialen Projekten. Dazu gehört auch die Ehe- und Lebensberatung oder Engagement in der spezialdiakonischen Kinderarbeit. Umgesetzt hat diese Projekte die Diakonie in der Otto-Johnson-Straße auf einem 650 qm großen Grundstück.

Letzteres gehört eigentlich der Stadt, die mit dem Diakonischen Werk der Landeskirche einen Erbbaurechtsvertrag geschlossen hat. Um auch in Zukunft das Engagement aufrecht zu erhalten, sind allerdings Arbeiten an der Immobilie notwendig. Bisher sträubte sich Döbeln gegen einen Verkauf des Grundstücks.

In der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause dann laut Medienberichten die Wende. Das Erbbaurecht wird durch einen Kaufvertrag abgelöst. Veräußern kann die Diakonie das Grundstück allerdings nicht, da bis 2028 ein Besitzwechsel vertraglich untersagt wird.

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