News der Woche: Autoliv wird Erstaufnahmeeinrichtung

Autoliv wird Erstaufnahmeeinrichtung

Die Debatte rund um die auch aktuell wachsende Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge geht auch an Döbeln nicht spurlos vorbei. Während die letzten Pegida-Demonstrationen in der Landeshauptstadt Dresden vor allem negativ aufgefallen sind, muss sich die Stadt Medienberichten zufolge darauf einstellen, zum Standort einer Erstaufnahmeeinrichtung zu werden.

Laut der Zeitung „Leipziger Volkszeitung“ geht es konkret um eine Immobilie der Autoliv Sicherheitstechnik GmbH. Letztere hatte den Produktionsstandort Döbeln im vergangenen Jahr geschlossen. Das Innenministerium prüft den Berichten zufolge die Nutzung einer Halle als vorübergehende Erstaufnahmeeinrichtung. Allerdings ist nicht klar, wann die Nutzung beginnen soll oder bis welcher Größenordnung die Einrichtung belegt wird.

Aufgrund des drohenden Winters ist allerdings allen klar, dass eine Unterbringung in Zelten oder ähnliche Unterkünfte keine dauerhafte Lösung sein können.

Update:  Wie die Landesdirektion Sachsen laut aktuellen Medienberichten vom Wochenende bekanntgegeben hat, wird der Standort der Autoliv Sicherheitstechnik GmbH zur Erstaufnahmeeinrichtung. Vorerst sollen 400 Personen in der Liegenschaft etwa ab der 44. Kalenderwoche untergebracht werden. Eine Aufstockung der Belegung sei aber denkbar.

Döbeln könnte ein Haushaltsloch erwarten

Dieses Jahr gibt die Stadt Döbeln circa 7,5 Millionen Euro aus. Das Lessing-Gymnasium und das Gewerbegebiet Süd (bzw. dessen Erschließung) verursachen 2015 mit die höchsten Kosten. Für das kommende Jahr blickt man entspannt auf den endlich verabschiedeten Haushalt. Unbehagen bereitet der Stadtverwaltung allerdings die Umstellung von der Kameralistik auf Doppik.

Laut einem Bericht der Tageszeitung „Sächsische Zeitung“ ist dieses neue System für Laien nicht nur schwerer zu lesen und nachzuvollziehen. Der doppische Haushalt birgt in gewisser Weise auch das Potenzial für kleiner – oder größere – Haushaltslöcher. Anders als in der Kameralistik orientiert sich Doppik an den Geschäftsabschlüssen für Unternehmen. Und hier sind Abschreibungen vorzunehmen.

Letztere könnten den Haushalt in Zukunft etwas durcheinanderbringen. Denn bereits sind die Folgen sichtbar – anhand eines Fehlbetrags von mehr als drei Millionen Euro. Diese spielen dank der Übergangsfristen derzeit glücklicherweise noch keine Rolle.

Verbraucherzentrale warnt vor Inkassobetrug

Derzeit scheinen Gauner und Betrüger wieder Hochkonjunktur zu haben. Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor einer angeblichen Anwaltskanzlei Wohlfeil & Partner, die fingierte Mahnschreiben an Verbraucher verschickt.

Es geht um angebliche Forderungen eines Anbieters €urowin24deutschland. Die Verbraucherzentrale spricht von einer Höhe von circa 300 Euro. Um dem Anliegen Nachdruck zu verleihen, droht man mit Mahn- und Vollstreckungsverfahren. Die Verbraucherschützer haben bei Recherchen allerdings keine Informationen zur Anwaltskanzlei finden können. Und warnen deshalb davor, die den geforderten Geldbetrag zu bezahlen.

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