Brücken
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Die Lage der Innenstadt auf einer Insel, umschlossen von den zwei Flußarmen der Mulde, macht Döbeln zu etwas Besonderem. Somit sind natürlich die Brücken, welche die Muldeninsel mit dem Rest der Stadt verbinden, wichtige Bauwerke. Insgesamt gibt es in Döbeln 19 Brücken, von denen hier einige im Detail vorgestellt werden sollen.
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Oberbrücke
Als Steinbrücke wurde die Oberbrücke im Jahr 1537 errichtet, vorher war sie eine hölzerne Brücke über diesen Seitenarm der Mulde. In dieser Form überstand die Brücke mehrere Jahrhunderte, bis sie 1913 komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Es handelt sich jetzt um eine Steinbogenbrücke mit einem Pfeiler in der Mitte des Flußbettes. Die Oberbrücke wurde 1995 bis 1996 generalüberholt, dabei wurde die Bauform aber nicht verändert.
Niederbrücke
Noch 5 Jahre vor der Oberbrücke, nämlich im Jahr 1532, wurde die Holzbrücke im Süden der Stadt durch eine Steinkonstruktion ersetzt. Und auch diese wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts (1912) abgerissen und völlig neu errichtet. In dieser Form blieb die Brücke bis heute erhalten. Nach dem Hochwasser 2002 wurde lange Zeit befürchtet, dass die Brücke einsturzgefährdet wäre und sie blieb erst für Fußgänger und Autos, später nur für den Straßenverkehr gesperrt. Aber es gab Entwarnung und nach einigen Umbauarbeiten konnte die Brücke wieder genutzt werden.
Staupitzsteg
Der Staupitzsteg bildete schon zu Zeiten der Staupitzmühle eine Verbindung über den nördlichen Seitenarm der Mulde, vom Stadtzentrum zum Leipziger Berg hinauf.
Muldensteg
Die Brücke war zu DDR-Zeiten und bis zum Hochwasser 2002 eine normale Stahl-Holz-Konstruktion. Nach der Zerstörung der Brücke durch die Fluten wurde eine modernere Version errichtet.
Muldenbrücke Großbauchlitz
Brücke am Stadtbad
Greiner-Steg
Diese Brücke wurde 1913 erbaut, um den Arbeitern einen besseren Zugang zu ihrer
Firma zu ermöglichen. Bisher mußten sie mit Booten übersetzen. Die Brücke führt
von der sog. Heinitzwiese zu Greiners Neue Welt. Sie war 134 Meter lang und hatte eine
Tragkraft von 5 Tonnen. Die Baukosten betrugen 70 000 Goldmark.
Nachdem die Brücke in den 80ziger Jahren wegen großer Mängel gesperrt wurde, war die
Sanierung und damit die Wiederfreigabe für Fußgänger angedacht. Hierfür sollten Fördermittel
genutzt werden. 2010 zerschlug sich diesen Vorhaben und der Abriß des Greinersteges begann.
Im Jahre 2011 wurden dann die noch vorhandenen Fundamente beseitigt.
Brücke am Döbelner Haus
Der Bau dieser Brücke begann im Jahr 1893 als eiserne Brücke in der damaligen Königsstraße.
Diese Brücke wurde erst 1981 durch eine neue Spannbetonbrücke abgelöst.
Brücke in der Bahnhofsstraße
Robert-Thümmler-Steg
Mit der Entwicklung des ehemaligen DBM-Geländes und der Bebauung durch Kaufland wurde Ende 2008 auch eine neue Brücke über die Mulde errichtet. Sie wurde Anfang Dezember 2008 freigegeben, die offizielle Einweihung und Namensgebung erfolgte am 30. März [[2009]. Der Name erinnert an den bekannten Döbelner Fabrikanten Wilhelm Robert Thümmler.
Schiffsbrücke
Die Schiffsbrücke verdankt ihren Namen ihrer ursprünglichen Bauweise. Der damalige Fährenbesitzer Rößler verband schwimmende Pontonkähne mit Laufbohlen und schuf somit eine stationäre Verbindung von der damaligen Zimmerstraße zur Sörmitzer Straße. Im Jahre 1899 kostete das Überqueren der Brücke 3 Pfennig Brückengeld.
Anfang der 1920er Jahre wird die Brücke neu massiv erbaut und am 16. Juni 1922 durch die Statverwaltung als Verbindung zwischen Thielestraße und Sörmitzer Straße übergeben. Die Benutzung ist jetzt gebührenfrei.
Durch die Jahrhundertflut 2002 wurde die Schiffsbrücke zerstört und konnte nicht mehr genutzt werden.
In Rahmen der großartigen deutschlandweiten Spenden für die flutzerstörten Städte finanzierte die Optikerkette Fielmann den Neuaufbau der Schiffsbrücke, 2005 war dann endlich wieder die direkte Fußgängerverbindung von Sörmitz und Döbeln-Ost zur Innenstadt möglich.
Weiterführende Informationen
Döbelner Brücken bei BrückenWeb