Elektrizitätswerk
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Geschichte des städtischen Elektrizitätswerkes
Die erste Anregung zur Erbauung eines Elektizitätswerkes ging im Jahre 1895 von dem damaligen Beleuchtungsausschuß aus und führte zu einer Befragung der Bürgerschaft mittels Fragebogen, wer sich an der Abnahme elektischer Kraft zu beteiligen wünschte. Es wurden jedoch nur 59 Bogenlampen, 3.441 Glühlampen und 78 PS Elektromotoren angemeldet. Erst erneute Anregungen in den Jahren 1902 und 1903 führten zu einem Ratsbeschluß vom 27.08.1903 zur Einholung von Kostenanschlägen.
Aber erst am 26. April 1904 wurde die Errichtung eines eigenen städtischen Werkes beschlossen und mit 130.000 Mark in die Wege geleitet. Anfang 1905 erfolgte dann die Inbetriebnahme. Der Stromverbrauch im Absatzgebiet war jedoch sofort so groß, dass die Anlage voll ausgelastet war und im Jahr darauf das zweite Aggregat mit 150 PS in Betrieb nehmen mußte. Bereits 1911/1912 war die nächste Erweiterung mit einem 350 PS-Dieselmotor notwendig. Durch die während der Kriegsjahre eingetretenen Umstände konnte die Stadt ihre Anlage nicht erweitern. Erst 1917 erfolgte die Aufstellung einer Hochspannungsschaltanlage mit zunächst einem Einankerumformer von 150 kw Leistung. 1920 folgte dann ein weiteres Aggregat mit 400 kW bis schließlich 1922/1923 die Aufstellung einer Gleichrichteranlage von 460 kw Leistung erfolgte.