Ernst Friedrich Wilhelm Oehmichen  

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Ernst Friedrich Wilhelm Oehmichen war ein Rittergutsbesitzer aus Choren. Er war im Landtag und Reichstag aktiv und gründete die Oehmichenstiftung. Er wurde am 1. November 1808 in Zschackwitz geborgen und verstab am 4. Juli 1884 auf einer Reise zwischen Chemnitz und Freiberg.

Inhaltsverzeichnis

parlamentarische Tätigkeit

Dieser Absatz wurde übernommen aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie. Original-Artikel unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Oehmichen

Als Vertreter des 16. Wahlbezirks war Oehmichen 1849/50 erstmals Abgeordneter der II. Kammer des Sächsischen Landtags, wo er für die Aufhebung der Todesstrafe stimmt. Dem restituierten Landtag 1850/51 gehörte er nicht an, wurde dann aber als Vertreter des 10. bäuerlichen Wahlkreises ab dem Landtag 1851/52 wieder in die Kammer gewählt. Er gehörte der konservativen Fraktion an und bekleidete von 1860 bis 1869 das Amt des Vizepräsidenten der Kammer. Verbesserungen im sächsischen Wahlrecht forderte er bereits 1860. Nach der Wahlrechtsreform 1868 vertrat er von 1869 bis zu seinem Tod den 17. ländlichen Wahlkreis. Im Frühjahr 1870 trat er der Deutschen Fortschrittspartei bei. Von 1857 bis 1875 war er Mitglied des Landtagsausschusses zur Verwaltung der Staatsschulden und von 1863 bis 1875 Vorsitzender der Finanzdeputation.

Von Februar 1867 bis Januar 1877 war er Abgeordneter des 10. sächsischen Wahlkreises (Nossen-Roßwein-Waldheim) im konstituierenden und ordentlichen Reichstag des Norddeutschen Bundes und im Reichstag des Deutschen Kaiserreichs. Er war zunächst Führer der bundesstaatlich-konstitutionellen Fraktion, bevor er sich dem Fortschritt zuwandte.

Ehrenbürgerschaft

1874 wurde Oehmischen zum Ehrenbürger der Stadt Döbeln ernannt.

Stiftung für das Lessing-Gymnasium

Per Testament gründete Oehmischen nach seinem Tode 1884 die Oehmichenstiftung mit einem Stiftungskapital von 6.000 Mark. Zweck der Stiftung war die Förderung von "fleißigen und bedürftigen Realschülern". Damit wurden vor allem Schüler des damaligen Königliches Realgymnasium (heutiges Lessing-Gymnasium) gefördert.

Literatur

Weblinks

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