Stolpersteine
Aus Döbeln-Wiki
Inhaltsverzeichnis |
Hintergrund
In Döbeln erinnern 5 Stolpersteine an das Schicksal Döbelner Juden und deren Ausgrenzung und Verfolgung im Nationalsozialismus. Stolpersteine sind in den Boden eingelassene Pflastersteine (mit einer Messingplatte), die meist vor den Wohnhäusern der Betroffenen platziert sind. Damit zeigen sie auf, wie normal diese Menschen in den Döbelner Alltag integriert waren - Mitbürger wie Du und ich.
Die Döbelner Stolpersteine wurden am 25. Mai 2007 vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt, der das bundesweite Projekt gegründet hat.
Aus einer parlamentarischen Anfrage an den sächsischen Innenminister ging 2011 hervor, dass neben anderen Steinen in Sachsen auch die Döbelner Stolpersteine bereits einmal geschändet wurden.[1]
Am 9. November 2011 fand anlässlich des Gedenkens an die Reichsprogromnacht eine symbolische Säuberung der Steine statt.[2]
Liste der Stolpersteine in Döbeln
| Ort | Erinnerung an | Inschrift |
|---|---|---|
| Bahnhofstraße 51 | Dr. David Gutherz | |
| Bahnhofstraße 51 | Dr. Helene Gutherz | |
| Bahnhofstraße 73 | Karl Glasberg | Hier wohnte Karl Glasberg |
| Bahnhofstraße 73 | Max Glasberg | Hier wohnte Max Glasberg |
| Theaterstraße 4 | Marie Rothstein | Hier wohnte Marie Rothstein |
Marie Rothstein
Marie Rothstein wurde 1942 verhaftet, weil sie sich Kohle-Bricketts beschafft hatte (das war für Juden verboten). Verraten und angezeigt wurde Marie Rothstein von einer ihrer Mieterinnen.[3]
Quellen
- ↑ http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/20-Stolpersteine-seit-1996-geschaendet-artikel7811007.php
- ↑ http://www.lgd.de/news/11/1011-damit-die-erinnerung-lebendig-bleibt.html
- ↑ http://www.lgd.de/news/11/1011-damit-die-erinnerung-lebendig-bleibt.html